Flossen des Grauens : Motte Maroni

Mauz, Christoph, 2010
BibliotheKILB
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Medienart Buch
ISBN 978-3-7017-2069-9
Verfasser Mauz, Christoph Wikipedia
Beteiligte Personen Schöffmann-Davidov, Eva Wikipedia
Systematik J8 - Kinderbücher ab 8 Jahren
Verlag Residenz Verl.
Ort St. Pölten
Jahr 2010
Umfang 124 S.
Altersbeschränkung 8
Band 2
Reihe Motte Maroni
Reihenvermerk Bd.2
Sprache deutsch
Verfasserangabe Christoph Mauz. [Cover und Vignetten: Eva Schöffmann-Davidov]
Illustrationsang Ill.
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Notburga Leeb;
Annotation: Das Ungeheuer von Loch Neusiedel

Rezension: Wenn in Podersiedel am See ein Seeungeheuer auftaucht, ist natürlich die Hölle los. Nicht nur die Postenkommandantin der örtlichen Polizei, Herta Nipf, sondern auch der Meier und Motte Maroni samt Vater versuchen, dem Störenfried auf die Spur zu kommen. Die "engelsgleiche" Nina Nipf macht das Leben am See für die beiden Jungs natürlich besonders spannend
Sie kennen das hier angeführte Personal noch nicht aus dem Mauz'schen Vorgängerbuch über die Schrebergartenzombies? Keine Sorge, der Autor macht Sie in mehreren Fußnoten auf sein Werk aufmerksam, eine Fortführung dieser Serie wird in Aussicht gestellt. Die Werbung ist aber nur ein Teil im textlichen Sammelsurium: Ausschnitte aus dem "Podersiedler Morgenboten", dem Boulevardblatt in Podersiedel, sowie die Phantasien von Meier und Motte Maroni werden typographisch abgesetzt mit dem Erzähltext durchmischt.
Das Buch lebt vom Oszillieren zwischen der österreichischen Wirklichkeit und der Mauzschen literarischen Welt: Jeder kennt den Neusiedlersee, also auch Podersiedel. Zu vertraut sind die Mechanismen, die der "Podersiedler Morgenbote" bedient: Skandal, Tränendrüse, ein einfaches Schwarz-Weiß-Schema und die liaben Viecherl. Selbst Zitate aus der Politik fehlen nicht - ob aber die jugendliche Zielgruppe das "Wer, wenn nicht er?" richtig zuordnen kann? Bei den erwachsenen LeserInnen bringen solche Anspielungen jedenfalls Lacher ein.
Vor diesem witzigen Gewitter an literarischen Mitteln verliert die Geschichte um das Seeungeheuer an Wichtigkeit, des Rätsels Lösung implodiert angesichts der schrillen Erzählart. Macht nix: Gibt es kein Ungeheuer, so gibt es viele Lacher.

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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Doris Göldner;
Der Neusiedlersee wird von einem Untier heimgesucht, das Fischer, Badegäste und Anrainer aufschreckt. (ab 10) (JE)

Motte Maroni, der sich zuerst Hoffnungen auf einen Badeurlaub am Meer mit seinem Vater gemacht hat, landet in Podersiedel, wo sein Freund Meier einen Fischereikurs macht. Vater Maroni wurde als Experte für gefährliche Wasserlebewesen nach Podersiedel gerufen, wo ihm die Postenkommandantin Herta Nipf sofort schöne Augen macht. Hertas Tochter Nina wird von Meier und Maroni umschwärmt; dazu kommen noch die Untaten des Monsters im Wasser, das einmal einem Dackel ein Stück seines Ohres abbeißt, ein andermal ein Boot völlig zerstört. Turbulenzen jeder Art jagen durch das Buch, bis sich das Seeungeheuer von selbst entschließt, in Richtung Meer weiterzuziehen.
Fans von Christoph Mauz' flapsiger Schreibweise werden dieses Buch sicher lieben. Zahlreiche Wortspiele, Anspielungen (z.B. "Schüsslers Nutschofant Ferkelstarter - wer, wenn nicht er") und sehr authentische Zitate aus dem ostösterreichischen Alltag ("Haaansibuuuurliii, na, wo isser denn? Daaaaa iiiiiis eeeer jaaaa!") machen den Text zwar manchmal schwierig zu lesen, aber sorgen auch für Witz und Humor. (Wahrscheinlich als Hörbuch noch witziger!) Für 10-jährige Mauz-Fans zu empfehlen.

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Quelle: STUBE (http://www.stube.at/);
Die Mauzsche Dekonstruktion der Idylle trifft diesmal das "fiktive" Örtchen Podersiedl: Es muss erkennen, dass sich ein Haiabklatsch nur schlecht mit dem Neusiedlerseetourismus verträgt, und holt Motte Maroni und dessen Papa, um jene Bestie zu bezwingen, die schon einen angeknabberter Dackel, ein verstörtes Kleinkind und einen gekenterten Fischer verschuldet hat. Neben bewährtem Lokal- und Zeitkolorit werden Beispiele aus einschläigen Genres zitiert und satirisch verzerrt: Wir werden ein größeres Boot brauchen, so Gaststar Meier, stets bereit und siebengescheit. Wenn sich dann auch noch die hiesige Regionalzeitung populistisch über die Bedrohung aus dem Osten auslässt, vereinen sich Situationskomik und Doppelbödigkeit gar beispielhaft.
*STUBE*
Exemplare
Ex.nr. Standort
9420 J8, Mau

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